Mit Talent meine ich: Jeder, der mit Liebe und Begeisterung auf ein Pferd zugeht, kann so mit ihm arbeiten, dass es sich wie von Zauberhand bewegt.
Heisst das, dass Sie es ablehnen, mit dem Pferd überhaupt irgend etwas erreichen zu wollen?
Nein, natürlich braucht man Ziele, irgendetwas, auf das man hinarbeitet. Ich habe auch nichts dagegen, wenn jemand Turniere reiten will. Aber das Glück liegt im Tun, nicht im Erreichen von Zielen. Wenn Sie zum Beispiel ein Puzzle zusammenlegen, tun Sie das in der Regel, weil Ihnen das Puzzeln an sich Spass macht und nicht, weil Sie sich das fertige Bild am Ende an die Wand hängen wollen. Genauso sollte es mit dem Reiten sein. Das Erarbeiten einer Aufgabe, das Herausfinden, wie ich dem Pferd etwas beibringen kann, das ist doch das eigentlich Spannende.
Macht Ihnen das unterrichten nach so langer Zeit selbst immer noch Spass?
Ja, sonst würde ich es nicht tun! Ich lerne selbst ständig von meinen Schülern und den Pferden, deshalb sehe ich den Reitunterricht als Teamwork. Wir entwickeln uns gemeinsam weiter - und das macht mir Spass!
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